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50 Jahre Deutscher Meister

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50 Jahre ist es nun auf den Tag genau her, dass Heinz Strehl, der Spielführer des 1. FC Nürnberg, aus den Händen des DFB-Präsidenten Dr. Hermann Gösmann die Meisterschale in Empfang nahm. 60.000 Zuschauer im Städtischen Stadion und viele tausende mehr in der ganzen Stadt feierten ihre Meisterelf.

Die Freude war immens. Denn es war nicht nur die neunte Deutsche Meisterschaft für den Club, sondern auch ein Titel, mit dem zu Beginn der Saison nur die Optimisten unter den fränkischen Fußballfreunden gerechnet hatten. Trainer Max Merkel und sein kleiner Spielerkader – lediglich fünfzehn Akteure kamen im Verlauf der 34 Spieltage für den 1. FCN zum Einsatz, hatten es vollbracht. Und auf dem Weg zur Meisterschaft Glanzpunkte gesetzt.

Torjäger Brungs, die unwiderstehlichen Flügelstürmer Volkert und Cebinac, das Mittelfeld um Ferschl, Heinz Müller, Gustav Starek, die starke Defensiv-Reihe Popp, Wenauer, Luggi Müller, Leupold. Gemeinsam eilten sie von Großtat zu Großtat: 4:0 gegen den HSV, 5:1 gegen den VfB, 4:0 in Bremen, 4:1 gegen den FCK, 4:1 gegen Aachen – und über allem steht das Jahrhundertspiel, das 7:3 gegen die Bayern. Fragt man die Spieler heute, welches ihr Meisterstück gewesen sei, verweisen viele jedoch auf das 1:0 gegen die „Fohlenelf“ aus Gladbach.

In einer Multimedia-Reportage mit seltenen O-Tönen, raren Bewegtbildern und Interviews mit den Meisterspielern zeichnet der Club den Weg zur Meisterschaft 1968 nach. Aber blättern, hören und sehen Sie selbst…

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DAMALS UND HEUTE

Das Teamfoto mit der Meisterschale: stolz posiert Club-Trainer Max Merkel mit seiner Mannschaft und der Ligatrophäe. Knapp 50 Jahre später trafen sich die Verbliebenen im Max-Morlock-Stadion. Starte unten die "Damals/Heute-Ansicht".

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Ein eingeschworener Haufen mit vielen erstklassigen Spielern aus der Region: Noch heute schwärmt Horst Leupold vom damaligen Teamgeist.

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Auch 50 Jahre nach dem großen Triumph trifft sich die Meistermannschaft noch regelmäßig - wie "Luggi" Müller verrät.

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Meistermacher, Sklaventreiber, Lästermaul ... Dieser Max Merkel zieht zeit seines Lebens gerne vom Leder, aber er muss sich auch selber einiges anhören. Man mag ja über ihn denken, wie man will, der Österreicher mit der getönten Brille hat die Bundesliga in ihren ersten Jahren regelrecht geschockt. Eine bis dahin sehr geschlossene Gesellschaft wird durch ihn durchgeschüttelt mit Sprüchen der besonderen Art. Was vorher am liebsten unter der Decke ruht und vereinsintern "unter Männern" regelt, wird von Merkel schamlos entblößt.

Der Sohn eines in Stalingrad gefallenen preußischen Offiziers und einer Wienerin ist als Spieler und Trainer oft erfolgreich, aber auch gefürchtet, gerade von seinen Spielern. "Ich fordere von ihnen Fanatismus", erklärt er eines Tages seinen pädagogischen Ansatz, der kein moderner ist. Bums!

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"Die härteste Vorbereitung, die ich je erlebt habe", sagt Franz Brungs noch heute über den Sommer 1967, als sich der 1. FC Nürnberg unter Trainer Max Merkel auf die neue Spielzeit vorbereitete. Auch Heinz Strehl sprach seinerzeit von hohen Anforderungen, die der Österreicher an seine Spieler hielt.

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Der Auftakt der 1963 neu gegründeten Bundesliga - der Club hat ihn etwas verschlafen. Nach ernüchternden Platzierungen in den Anfangsjahren ging der 1. FCN nicht gerade als Titelkandidat in die Saison, steigerte sich dann aber im Saisonverlauf. Horst Leupold erinnert sich.

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Drei Spieltage hatte es gedauert, da stand der Club bereits an der Tabellenspitze. Zwei Siege gegen Karlsruhe und den HSV sowie ein Unentschieden gegen Borussia Neunkirchen bescherten den Club einen vielversprechenden Saisonstart.

Auch die Englische Woche konnte den Höhenflug der Cluberer nicht stoppen: In Frankfurt drehte der 1. FCN einen 0:1-Rückstand, siegte am Ende mit 2:1. Anschließend fuhr der Club einen wichtigen Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach ein. Das Gladbach-Spiel, für viele Zuschauer und Experten ist es DIE Partie der Meistersaison, nicht etwa der Kantersieg wenig später gegen den FC Bayern München. Horst Leupold erklärt warum.

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Anfang Dezember im Max-Morlock-Stadion. Temperaturen um den Gefrierpunkt. 65.000 Menschen strömten an diesem Nachmittag in den Fußballtempel des 1. FC Nürnberg. Sie sollten Zeugen eines der legendärsten Spiele der Vereinsgeschichte werden.

Als Tabellenführer empfing der Club den Rivalen aus München, es war das Duell des Ersten gegen den Zweiten. Beckenbauer, Schwarzenbeck, Müller, Maier, angehende Weltstars - sie alle erlebten eine "Lehrstunde" sondergleichen, so schrieben es zumindest die Zeitungen.

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Mit 27:7 Punkten beendete der Club eine überragende Halbserie. Braunschweig, Bayern, Frankfurt, Dortmund oder Köln, sie alle wurden im Vorfeld der Saison als Meisterkandidaten gehandelt. Herbstmeister wurde der Club.

Mit Beginn des neuen Jahres und der gesteigerten Erwartungshaltung spielten die Nürnberger nicht mehr ganz so befreit auf wie noch in der Hinrunde. Ein Sieg gelang in den ersten fünf Rückrundenpartien, ein 3:0 gegen Neunkirchen. Nach einem 1:1 in Gladbach, laut Club-Coach Merkel „der wichtigste Punktgewinn der Saison“, blieb der 1. FCN zwischen dem 25. und dem 28. Spieltag sogar vier weitere Partien ohne Sieg.

Die Konkurrenten nutzten die Punkte-Dürreperiode der Cluberer nicht aus: Bayern, Gladbach, Bremen oder Köln ließen regelmäßig Siege liegen und verpassten es, den 1. FC Nürnberg von der Tabellenspitze zu drängen.

Mit einem 2:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln endete schließlich die Sieglos-Serie, außerdem traf der Club endlich wieder - 274 Minuten blieb die Merkel-Elf ohne eigenen Treffer. Am vorletzten Spieltag machten Leupold, Brungs und Co. ihr Meisterstück perfekt.

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Im letzten Auswärtsspiel der Saison fiel die Entscheidung. Vor dem 33. Spieltag fehlte gerade mal ein Punkt zur neunten Deutschen Meisterschaft.

Bereits zur Halbzeitpause führte der 1. FCN beim Erzrivalen Bayern München mit 2:0. An der Seitenlinie des Grünwalder Stadions war sich Trainer Max Merkel des Erfolges bereits so sicher, dass er zwanzig Minuten vor dem Schlusspfiff einem Journalisten ein Interview gab.

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Als frisch gebackener Deutscher Meister empfing der Club am letzten Spieltag der Saison 67/68 Borussia Dortmund.

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